Computertomographie


Körperbilder Schicht um Schicht

"Da schicken wir Sie lieber mal in die Röhre"

Seit 1971 existiert die Computertomographie (CT), die korrekterweise Röntgencomputertomographie heißen müsste, da sie mit Röntgenstrahlen arbeitet. Diese werden von einer Röntgenröhre fächerförmig in Richtung des auf einer Liege ruhenden Patienten ausgesandt, durchdringen ihn und werden anschließend auf der gegenüberliegenden Seite von dutzenden von Detektoren aufgefangen. Die Röntgenröhre rotiert um den Patienten, so dass stets ein anderer Blickwinkel entsteht- was die Besonderheit dieser Technik ausmacht. Denn erst die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen der Körper betrachtet wird, ermöglichen den Blick in die „Tiefe“ des menschlichen Körpers. Während auf dem konventionellen Röntgenbild zunächst nur zweidimensionale Querschnitte zu sehen sind, errechnet ein Computer die endgültigen dreidimensionalen Aufnahmen.

Computertomographie

Hat die Röntgenröhre eine Umdrehung vollendet, rückt die Liege ein Stück weiter und das nächste Querschnittbild kann gemacht werden. Auf diese Weise entsteht eine Bilderreihe hintereinanderliegender Schichten, die man auch als Film –ähnlich einem Daumenkino- ablaufen lassen kann.

Bei der moderneren „Spiraltechnik“ wird der Körper nicht mehr Schicht für Schicht abgetastet, sondern „spiralförmig“ abgebildet. Durch den synchronen Vorschub von Röntgenröhre und Patiententisch erhält man statt Daten von Einzelschichten nun Informationen eines Körpervolumens, die von Grafikrechnern in Schichtaufnahmen beliebiger Dicke und Ebene eingeteilt werden können.

Die modernste Technik ist die „Mehrzeilen- CT“, die bei einem Röhrenumlauf mehrere dünne Schnitte gleichzeitig aufnehmen kann. Die entscheidenden Vorteile der Mehrzeilen-CT liegen in der reduzierten Scanzeit, der Verringerung der Schichtdicke und der Erhöhung der Scanlänge.

Unsere Praxis verfügt über einen 16-Zeilen Computertomographen („Mehrzeilen-CT“).

Die CT wird zur Klärung nahezu aller medizinischen Fragestellungen wie Knochenbrüche, innere Verletzungen und Organveränderungen in allen Körperregionen angewandt. In der Krebsmedizin setzt man die CT ein, um Größe und Lage von Tumoren einzuschätzen oder eventuelle Metastasen zu finden.

Da die CT im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren mit einer höheren Stahlenbelastung einhergeht, sollten Nutzen und Risiko individuell gegeneinander abgewogen und mit den Vor- und Nachteilen anderer Verfahren verglichen werden.

(Auszüge des Textes: FAZ, Wikipedia, Dt. Krebsgesellschaft)

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